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Informatives - Wissenswertes Fischereigesetz für Baden-Württemberg - Aktualisierung März 2010 Schonzeiten in Baden-Württemberg Naturschutz geht uns alle an! Unter diesem Motto wurde schon vor vielen Jahren die mittlerweile weltweit größte Naturschutzorganisation WWF gegründet. Naturschutz beinhaltet viele Teilgebiete, wobei der Tierschutz einen besonderen Bereich einnimmt. Zum Tierschutz gehört auch der Schutz unserer heimischen Vogelarten. Zwar etwas umstritten aber doch mehrheitlich befürwortet, übernehmen viele Vogelschützer eine gewisse Verantwortung für die heimischen Vögel, in dem sie durch das Anbringen von Nistkästen den Höhlenbrütern eine Behausung bieten. Der Naturschutz beginnt somit schon durch einfache Dinge, die letztendlich dem Fortbestand dienen. Vielen Gästen am Baggersee Wittmer & Klee fällt es zumeist gar nicht auf, dass neben unserer Pflege des Geländes auch die Vögel eine angemessene Brutstätte gefunden haben. Dies haben wir unserem Sportkameraden und Ehrenvorstand Alois Lehn zu verdanken, der sich neben seiner Vereinstätigkeit auch um die heimischen Vogelarten kümmert und für die artgerechte Behausung sorgt. Schon über 20 Nistkästen wurden von ihm entlang unseres Sees aufgehängt. Als Hobby-Ornithologe betreibt Alois Lehn schon seit vielen Jahren in vorbildlicher Art und Weise den Vogelschutz. Doch bleibt es auch hier nicht aus, dass sich einige unbelehrbare Mitmenschen an den Nistkästen zu schaffen machen, diese zerstören oder sogar entwenden. Vielleicht werden auch diese Mitbürger irgendwann schlau und erkennen, dass gerade bei der heutigen Umweltbelastung der Naturschutz eine wichtige und auch auf lange Sicht gesehen, überlebenswichtige Maßnahme ist. Einheimische Fischarten 
Aal - Anguilla anguilla | WACHSTUM Größe: ca. 40 - 50 cm (200 - 400 g); Weibliche Aale werden viel größer als die Männchen. Aale mit über einem Kilo Gewicht sind immer Weibchen. VORKOMMEN
Der Aal ist hierzulande in fast allen stehenden und fließenden Gewässern zu Hause. In viele abflußlose Gewässer kam er als Besatz. Der Weiterbestand zunehmend gefährdet: Gewässer-Verbauung und Kraftwerksturbinen machen den abwandernden Blankaalen zu schaffen, während für viele Tonnen aufsteigender Glasaale bereits in den Netzen französischer Fischer Endstation ist. Unser europäischer Aal laicht im Sargassomeer . Nach dem Laichen stirbt er. |
Barbe - Barbus barbus | WACHSTUM Mittlere Größe: 30 - 50 cm, ab 60 cm(über 4 Pfund) können Barben als groß gelten. Kapitale über 10 Pfund sind selten, aber nicht unmöglich.
VORKOMMEN Der muskulöse, torpedoförmige Körper mit der schnittigen Schwanzflosse kennzeichnet die Barbe als einen Fisch, der in der Strömung lebt. Das unterständige Maul und die vier Barteln verraten, daß die Barbe seine Nahrung am Boden sucht. Ihr Zuhause sind größere Bäche und Flüsse. Je klarer das Wasser und je sauerstoffreicher, desto wohler fühlt sich die Barbe. Verschmutzung und Umbau zu Schiffahrtskanälen hat sie zwischenzeitlich aus vielen Gewässern verdrängt, in denen die Barbe ursprünglich heimisch war, zum Beispiel aus der Mosel. Mittlerweile hat sich dort wie auch am Rhein wieder ein guter Bestand aufgebaut. Im Norden kommt die Barbe nur in der Weser vor, in Bayern dagegen in fast allen Flüssen. Berühmt sind die Riesenbarben aus der Alz, einem Abfluß des Chiemsees. Aber auch Main, Donau, Lech, Altmühl, Naab und Regen, um nur einige zu nennen, beherbergen gute Barben. | 
Barsch - Perca fluviatilis | WACHSTUM Mittlere Größe: 15 - 25 cm ;kapital: über 40 cm (2 Pfd. Gewicht). Fische von über 5 Pfund sind selten.
VORKOMMEN Vom Forellenbach bis an die Meeresküste, vom kleinen Moorweiher bis zum riesigen Stausee: Barsche gibt es bei uns überall, ausgenommen einige Gebirgsbäche. Gewässer mit großen Barschen sind dagegen eher selten; die besten Chancen auf Kapitale hat man am Rursee (Eifel) sowie in den großen Talsperren des Sauerlandes (Sorpe-, Henne-, Biggesee). | 
Brasse - Abramis brama | WACHSTUM Mittlere Größe: 25 - 45 cm; Fische von 50 cm und mehr(über 3 Pfd.) sind schon selten, „zweistellige“ Brassen von über 10 Pfund kann man getrost als kapital bezeichnen. VORKOMMEN Wohl unser häufigster Friedfisch. In fast allen stehenden Gewässern und den ruhigen Regionen der Flüsse zu Hause. Bildet große Schwärme und neigt bei Nahrungsarmut zur Kleinwüchsigkeit (Verbuttung). Lebt vorwiegend am Grund, verrät sich aber gelegentlich durch Rollen an der Oberfläche |  Hecht - Esox lucius | WACHSTUM Mittlere Größe: 45 - 65 cm; kapital: über 1 m (15 Pfund). Fische von über 30 Pfund sind selten.
VORKOMMEN Ob im Fluß, Graben oder Teich, im großen See, Strom oder Brackwasser: In fast allen Gewässern kommt der Hecht vor. Vereinzelt sogar bis in die Forellenregion. Als klassische Hechtgewässer gelten pflanzenreiche Teiche und verwilderte Altarme. Große Hechte werden immer wieder in kleinen Baggerseen gefangen, in Strömen wie Donau und Rhein und in großen Seen wie Plöner See oder Starnberger See. |  Karausche - Carassius carassius | WACHSTUM Mittlere Größe: 15 - 25 cm Kapital: über 2 Pfd. Gewicht (ab ca. 40 cm Länge). Das Wachstum der Karausche hängt stark vom jeweiligen Erbgut und Gewässer ab. Frohwüchsige Stämme sind am Ende des 2. Lebensjahres schon 15 cm lang, verbuttete Bestände mit 7 cm bereits „ausgewachsen“.
VORKOMMEN Alle Gewässer bis ins Brackwasser. Die Karausche meidet jedoch kalte und schnellfließende Gewässer sowie große tiefe Seen. Sie gedeiht noch unter ungünstigsten Bedingungen in kleinsten Moortümpeln und kommt dabei mit einem Zehntel des Sauerstoffs aus, den eine Forelle benötigt. Beim Fehlen von Raubfischen neigt sie zu Zwergwuchs (Verbuttung). |  Karpfen - Cyprinus carpio | WACHSTUM Mittlere Größe: 40 - 60 cm kapital: über 20 Pfd. Gewicht (ab ca. 75 cm Länge). Der Hitparadenrekord liegt bei 59 Pfd. (1996). Das erreichbare Maximalgewicht hängt stark vom jeweiligen Erbgut, dem Nahrungsangebot und dem Gewässerklima ab. In den meisten heimischen Gewässern ist gegenwärtig bei 40 Pfund das Potential ausgereizt, einzelne Gewässer bringen jedoch Fische über 50 Pfund hervor. Der bisher größte mit der Angel gefangene Karpfen stammt aus der Yonne (Frankreich) und wog 74 Pfund.
VORKOMMEN Alle Gewässer, jedoch in der Forellenregion nie, in der Barbenregion nur beim Vorhandensein ruhiger Flußabschnitte. In der früheren DDR sogar erfolgreicher Besatz im Brackwasser (Achterwasser bei Insel Usedom). In den meisten heimischen Gewässern vermehren sich Karpfen nur in besonders günstigen Jahren erfolgreich, ein guter Bestand ist daher von regelmäßigem Besatz abhängig. |  Rotauge - Rutilus rutilus | WACHSTUM Rotaugen wachsen langsam; ein Fisch von gerade 25 cm Länge kann schon über 10 Jahre alt sein. Mittlere Größe: 10 - 25 cm; bei 30 cm Länge wiegt ein Rotauge ca. 350 g. kapital: über 40 cm und 2 Pfd. Gewicht.
VORKOMMEN Rotaugen sind neben dem Barsch wohl die am weitesten verbreiteten Fische in unseren Gewässern. In Flüssen und Kanälen sind sie ebenso häufig wie in Seen. Nur im Oberlauf unserer Bäche und in Hochgebirgsseen fehlen Rotaugen.
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Rotfeder - Scardinius erythrophthalmus | WACHSTUM Mittlere Größe: 20 - 30 cm; kapital: über 1 Pfd. Gewicht (35 - 40 cm Länge). Die schwersten bekannten Fische (über 4 Pfund) sind meist Hybriden (Kreuzung mit Brassen oder anderen großwüchsigen Cypriniden).
VORKOMMEN Vor allem in großen Seen und Talsperren, aber auch in Teichen und Weihern sowie in den ruhigen Regionen der Fließgewässer (Brassenregion – Brackwasser). Rotfedern suchen die Nähe von Pflanzen (Seerosen, Tausendblatt, Schilf), seltener sind sie im Freiwasser zu finden. Im Winter ziehen sich die Schwärme in tiefes Wasser zurück. | 
Schleie - Tinca tinca | Wachstum Mittlere Größe: 20 – 40 cm Kapital: über 4 Pfd. Gewicht (ab ca. 50 cm Länge) Schleien wachsen langsam, sind dreijährig 20 – 30 cm lang. Die meisten kapitalen Schleien werden in stehenden Gewässern gefangen.
Vorkommen Alle Fließgewässer von der Barbenregion bis ins Brackwasser, Seen bis 1600 Meter Höhe sowie stehende Kleingewässer aller Art. Die Schleie ist Leitfisch flacher, sommerwarmer und pflanzenreicher Seen. Sie liebt klares Wasser, gedeiht aber auch unter ungünstigsten Bedingungen in kleinsten Moortümpeln. Beim Fehlen von Raubfischen (vor allem Hechten) neigt sie ähnlich wie die Karausche zur Verbuttung.
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Schneider | | 
Stichling | | 
Ukelei | | 
Wels - Silurus glanis | WACHSTUM Ab einem Meter Länge und etwa 12 Pfund Gewicht hat der Wels ein Gesicht. Bis 1,30 m und etwa 25 bis 30 Pfund hat man einen Durchschnitts-Wels gefangen. Richtig kapital sind Welse erst ab 1,80 m und 80 Pfund. Waller bis über 300 Pfund sind möglich. 200-Pfünder um 2,50 m Länge sind bei uns realistisch.
VORKOMMEN Am liebsten mag es der Wels, wenn es um seine sechs Barteln ordentlich rauscht. Der flache Kopf und der lange, spitz zulaufende Schwanz sind selbst stärkstem Strömungsdruck gewachsen. Der Rhein und seine Nebenflüsse Main und Neckar sind am häufigsten in den aktuellen Fanglisten genannt. Welsträchtig sind auch das Flußsystem der Oder und das Einzugsgebiet der Donau. Aber auch an vielen anderen Flüssen und an etlichen Baggerseen, Talsperren und großen Naturseen steigt das Wels-Fieber. Und das alles wegen erfolgreichem Besatz. Und wegen ein, zwei Grad wärmerem Wasser, das uns die Klima-Erwärmung der letzten Jahre gebracht hat. | 
Zander - Stizostedion lucioperca | WACHSTUM Größe: ca. 40 - 50 cm; Gewicht bei ca. 80 cm Länge mehr als 10 Pfund. VORKOMMEN Der Zander ist in ganz Deutschland verbreitet. Seltener kommt er in kalten und/oder sehr kleinen Gewässern vor. Der beste Zanderfluß ist der Rhein, die größten Stillwasser-Zander kommen aus der Hohenwarte-Talsperre in Thüringen. |
Quelle: Blinker online - www.blinker.de - Fischlexikon
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